Die Immobilienpreise in Schweden unterscheiden sich stark je nach Region. Wenn Sie sich den Bereich „Immobilien“ auf unserer Website ansehen, werden Sie feststellen, dass die Hauspreise in Schweden deutlich niedriger sind als in den Niederlanden und in vielen anderen westeuropäischen Ländern. In großen Städten wie Stockholm oder Göteborg hingegen liegen die Preise auf einem ähnlichen Niveau wie in vergleichbaren westeuropäischen Metropolen. In den vergangenen Jahren sind die Immobilienpreise in Schweden insgesamt deutlich gestiegen.
Warum sind die Preisunterschiede innerhalb dieses Landes so groß? Der überwiegende Teil der wirtschaftlichen Aktivitäten konzentriert sich auf die Großstädte und deren Umgebung – und genau das spiegelt sich in den Immobilienpreisen wider. Ländliche Regionen bieten wirtschaftlich oft weniger Möglichkeiten, dafür jedoch ein äußerst attraktives Lebensumfeld: Ruhe, Platz, saubere Luft, keine Verkehrs- oder Parkplatzprobleme, freundliche Menschen und unberührte Natur. Mit anderen Worten: ein idealer Ort für ein (bezahlbares) Ferienhaus – aber auch für Menschen, die dauerhaft nach Schweden auswandern möchten.
Schweden erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit beim Kauf von Zweitwohnsitzen. Selbst die Wirtschaftskrise zwischen 2009 und 2014 konnte diese Entwicklung kaum bremsen. Infolge dieser steigenden Nachfrage sind die Preise deutlich gestiegen, insbesondere für Häuser an Seen oder am Meer. Gleiches gilt für Immobilien in Waldgebieten, sofern diese trotz ihrer Lage über eine gute Ausstattung verfügen.
Eine weitere Folge dieses Marktwachstums ist, dass Häuser häufig sehr schnell verkauft werden – teilweise innerhalb weniger Tage. Wenn Sie wissen, dass Sie nicht kurzfristig nach Schweden reisen können, sollten Sie sich nicht zu sehr auf ein einzelnes Objekt fixieren. Zudem werden Angebote unter dem ausgeschriebenen Preis bei besonders gefragten Immobilien oft nicht berücksichtigt. In dieser Hinsicht ähnelt der schwedische Immobilienmarkt zunehmend dem überhitzten Markt in den Niederlanden.
Leider zeigen sich schwedische Banken bei der Vergabe von Hypotheken an ausländische Käufer sehr zurückhaltend. In vielen Fällen müssen Immobilien daher vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden.
In den Niederlanden ist es üblich, ein Angebot unter dem Angebotspreis abzugeben. Sobald ein Angebot gemacht wurde, darf der Verkäufer in der Regel nicht parallel mit anderen Interessenten verhandeln. Gegenseitiges Überbieten ist dort daher nicht erlaubt.
In Schweden ist das anders. Während Sie sich noch in Verhandlungen befinden, kann jederzeit ein anderer Käufer ein höheres Angebot abgeben. Wenn Sie nicht reagieren, werden die Verhandlungen oft sofort beendet. Auf diese Weise werden Immobilien regelmäßig über dem Angebotspreis verkauft – ein Phänomen, das inzwischen auch aus den Niederlanden bekannt ist.
Der schwedische Immobilienmakler vertritt die Interessen des Verkäufers und behandelt ausländische Käufer in der Regel nicht anders als schwedische Interessenten. Selbst eine lange Anreise ist kein Argument für bevorzugte Behandlung. Das Verhandlungsspiel in Schweden ist schnell, direkt und manchmal hart.
Wir unterstützen Sie gerne in diesem Prozess. Auch wenn nicht jede Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden kann, erhöhen unsere Marktkenntnisse und Kontakte die Chancen, Ihren Traum innerhalb Ihres finanziellen Rahmens zu realisieren.
Beim Kauf einer Immobilie in Schweden müssen verschiedene zusätzliche Kosten berücksichtigt werden – sowohl einmalige als auch laufende.
Kosten beim Kauf:
• Anzahlung von ca. 10 % („Handpenning“), zahlbar über den Makler
• Zahlung der restlichen 90 % des Kaufpreises am Tag der Vertragsunterzeichnung
• 1,5 % Grunderwerbssteuer
• ca. 825 SEK für die Eintragung ins Grundbuch („Lagfart“)
• gegebenenfalls Kosten für eine technische Inspektion (ca. 1.000 €)
Regelmäßige Kosten:
• Wasser und Abwasser: ca. 1.000 € pro Jahr
• Heizkosten: durchschnittlich 150–200 € pro Monat (abhängig vom Verbrauch)
• Grundsteuer („Fastighetsskatt“): 0,75 % des geschätzten Immobilienwerts
• Hausratversicherung: ca. 35 € pro Jahr
• eventuell Kosten für Instandhaltung während Ihrer Abwesenheit
Holzhäuser müssen zudem regelmäßig gestrichen werden.
Schwedische Immobilien werden häufig sehr realistisch präsentiert. Unaufgeräumte Küchen, nicht gemähte Rasenflächen oder persönliche Gegenstände gehören oft dazu. Das Motto lautet: Was Sie sehen, ist das, was Sie bekommen. Verschönerungen oder Inszenierungen sind unüblich.
Lassen Sie sich davon nicht abschrecken – viele optische Aspekte lassen sich mit wenig Aufwand verbessern.
Der Verkäufer haftet bis zu fünf Jahre nach Übergabe für nicht gemeldete versteckte Mängel. Dennoch gilt für Käufer eine umfassende Untersuchungspflicht. Kaufen Sie niemals eine Immobilie, ohne sie selbst besichtigt zu haben.
In ländlichen Regionen verfügen viele Häuser über eigene Brunnen und private Abwassersysteme. Moderne Dreikammer-Systeme sind heute Standard.
In Schweden gibt es keine Gasversorgung. Beheizt wird mit Strom, Öl, Holz, Pellets oder Erdwärme. Erdwärmesysteme („Bergvärme“ oder „Jordvärme“) sind teuer in der Anschaffung, senken jedoch langfristig die Heizkosten erheblich.
Der Fernsehempfang ist in Schweden ausschließlich digital. In vielen Regionen ist Glasfaser verfügbar, andernorts werden Satelliten- oder Antennenlösungen genutzt.
Schweden verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. In ländlichen Gebieten sind sogenannte „Grusvägar“ (Schotterstraßen) üblich. Diese sind gut befahrbar, erfordern im Winter jedoch Aufmerksamkeit.
BITTE BEACHTEN SIE: Bei abgelegenen Immobilien sind Zufahrtswege im Winter häufig selbst vom Schnee zu befreien.
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