Weniger Stress, mehr Lebensqualität

Als wir von Bali zurückkehrten, begannen wir mit der Suche nach einem Ort in Schweden. Über Google stießen wir auf Informationen von Eddy – sein Name tauchte immer wieder auf. Wir schrieben ihm eine E-Mail, und so kam der Kontakt zustande. Alles verlief sehr entspannt. Eddy befand sich zu dieser Zeit bereits in Schweden und besichtigte zwei Immobilien für uns. Eine davon wurde schließlich unser neues Zuhause.

Die Schlüsselübergabe war ein kleines Drama, doch Eddy unterstützte uns tatkräftig, sodass letztlich alles gut ausging.

Nach dem Umzug begann das eigentliche Abenteuer. Unser Unternehmen besteht aus mehreren Gebäuden, von denen sich viele in schlechtem Zustand befanden. Gemeinsam mit rund 100 freiwilligen Helfern renovierten wir alles. An Weihnachten führten wir einen ersten Probelauf durch – bei minus 25 Grad. Leider mussten wir am ersten Weihnachtstag alle Gäste nach Hause schicken, da es keinen Strom gab. Kurz darauf kam es auch noch zu einem Wasserrohrbruch. Zum Glück erschien am zweiten Weihnachtstag ein Klempner. Allerdings mussten wir fast einen Monat warten, bis der Strom wieder angeschlossen wurde.

Ende Januar konnten wir schließlich wieder öffnen, und seitdem haben wir bereits mehrere positive Bewertungen auf booking.com erhalten.

"Der Kontakt war von Anfang an sehr angenehm!"
John

Man hört oft, dass es in Schweden unmöglich sei, ein Bed & Breakfast oder ein anderes Unternehmen zu gründen. Das stimmt nicht. Natürlich muss man hart arbeiten – doch man entscheidet selbst, wie intensiv. Mit Kreativität, Unternehmergeist und Einsatz lässt sich hier durchaus ein gutes Einkommen erzielen. Vielleicht arbeitet man härter als in den Niederlanden, dafür gibt es deutlich weniger Stress. Genau das lieben wir an Schweden: die hohe Lebensqualität und die größere Freiheit.

Es gibt hier eine gewisse „mañana-mañana“-Mentalität: Was heute nicht erledigt wird, geschieht eben morgen. Nicht umsonst warteten wir einen Monat auf Strom … In Schweden dauert manches einfach länger, zum Beispiel der Einbau neuer Fenster. Man muss lernen, damit umzugehen. Und ohne eine persönliche Identifikationsnummer geht hier übrigens gar nichts.

Die schwedische Sprache ist relativ leicht zu erlernen. Trotzdem haben wir in den ersten Jahren kaum Schwedisch gebraucht, da die meisten Menschen sehr gut Englisch sprechen. Erst seit wir ein Kind haben und stärker in die Gemeinschaft eingebunden sind, merken wir, wie hilfreich Schwedischkenntnisse sein können.

Schweden ist außerdem ein fantastisches Land für Kinder. Das Schulsystem ist weniger leistungsorientiert, und Kinder verbringen viel Zeit im Freien. Regen, Wind oder Schnee halten niemanden davon ab, mit den Kindern in den Wald zu gehen – das gehört hier einfach dazu. Im Winter gehen die Schüler sogar gemeinsam Skifahren.

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